09. Januar 2017
Wirtschaftsrat legt Bildungsprogramm „Bildung kann mehr!“ vor
Wolfgang Steiger in der Rheinischen Post: Digitale Bildung in Deutschland vorantreiben

In der digitalen Bildung hat Deutschland noch einen erheblichen Nachholbedarf gegenüber dynamischen Ländern wie Estland oder Israel, die deshalb auch für IT-Startups ein attraktives Umfeld bieten. In seiner vom Bundesvorstand beschlossenen Agenda zur Bildungsrepublik Deutschland „Bildung kann mehr!“ fordert der Wirtschaftsrat deshalb, dass Informatik und Wirtschaft schon ab der ersten Klasse der Grundschule gelehrt werden. „Die Digitalisierung verändert nicht nur unsere Wirtschaft, sondern auch die Art und Weise, wie wir heute arbeiten und in Zukunft arbeiten werden. Der kritische und kompetente Umgang mit neuen Medien sowie grundlegende IT-Kenntnisse sind Voraussetzungen für den individuellen beruflichen Erfolg“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

In der heute erschienenen Rheinischen Post forderte der Wirtschaftsrat für jeden Schüler ein mobiles Endgerät wie etwa einen Tablet-Computer. Darüber hinaus sollen in Deutschland 1.000 zusätzliche IT-Professoren neu berufen werden, um zu den Top-Standorten im Bereich der Digitalisierung aufzusteigen. „Aufgabe der Schulen und Berufsschulen muss es sein, die junge Generation auf den digitalen Wandel der Arbeitswelt vorzubereiten und den kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln.“

 

Der Wirtschaftsrat plädiert außerdem für die Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahres. Besonders Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund würden die vorhandenen Bildungsangebote nur unzureichend nutzen. „Die Integration bleibt eine große Herausforderung angesichts der hohen Schulabbrecherzahlen unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund", erklärt Wolfgang Steiger. „Anstatt mit Steuermilliarden vermeintliche Gerechtigkeitslücken bei der Umverteilung zu stopfen, sollte die Politik sich mit Nachdruck den bestehenden Lücken der Chancengleichheit im Bildungssystem zuwenden. Hierzu bedarf es auch neuer Instrumente der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.“

 

Um zahlreiche marode Schulen zu sanieren, sieht der Wirtschaftsrat einen Investitionsbedarf von rund 30 Milliarden Euro, die angesichts sprudelnder Steuereinnahmen in den Landeshaushalten bereitgestellt werden und müssen. Die Forderungen im Überblick:

 

  • Lernen fürs Leben: Bundesweite Einführung der Pflichtfächer Wirtschaft und Informatik spätestens ab der ersten Grundschulklasse!
  • Lernen im digitalen Klassenzimmer: Digitales Lernen im Unterricht muss fester Bestandteil aller Schulfächer werden!
  • Transparenz und Vergleichbarkeit der Abschlüsse: Verankerung von externer Evaluierung der Schulentwicklung als Aufsichts- und Kontrollinstrument!
  • Bildung von Beginn an: Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahres und eine stärkere Finanzierungsbeteiligung des Bundes bei der frühkindlichen Bildung!
  • Hochschule 4.0: Einrichtung von 1.000 zusätzlichen IT-Professuren an deutschen Hochschulen!

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel "CDU-Wirtschaftsrat fordert Tablet-PC für jeden Schüler" auf dem Online-Portal der Rheinischen Post oder in der heutigen Printausgabe auf Seite 4.

 

Hier können Sie die vollständige Agenda des Wirtschaftsrates zur Bildungsrepublik in Deutschland „Bildung kann mehr!“ einsehen.

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