20. Januar 2011
Landesvorsitzender Andreas Mau angesichts der jüngsten Äußerungen von Ministerpräsident Sellering:
Wirtschaftsrat mahnt vernünftige Energiepolitik
für Mecklenburg-Vorpommern an
"Die Entwicklung des Einsatzes regenerativer Energie in Mecklenburg-Vorpommern muss genau überdacht werden. Künftig darf es nicht darum gehen, weitere Windenergieparks zu konzipieren, sondern es muss um die sinnvolle qualitative Nutzung des Energiemixes gehen."

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) genießt die Windenergie,  wie auch Strom aus allen anderen erneuerbaren Energien, Vorrang bei der Einspeisung in das Stromnetz.. „Nach dem derzeitigen Stand der technischen Entwicklungen sollte der Schwerpunkt vor allem auf der Weiterentwicklung und dem Ausbau der Netze und Speicher liegen“, sagt Mau weiter. Durch die nicht konstant nutzbare Windenergie entstehen Schwankungen im Netz, die bislang nicht ausgeglichen werden können. „Rund 3.600 Kilometer zusätzliches Leitungsnetz wären bundesweit notwendig, um die Verteilung von den Erzeugungsstandorten im Norden zu den Verbrauchszentren im Süden sicherzustellen. Außerdem ist eine technisch ausgereifte Regeltechnik zwingend notwendig“, so der Landesvorsitzende.

 

Ein zusätzliches Problem bei der Nutzung regenerativer Energien ist deren Speicherung. „Die Speicherung regenerativer Energie in Zeiten hoher Produktion kann derzeit nicht gewährleistet werden,“ sagt Mau. Deutschlandweit sind nach Angaben von Energieexperten rund 400 weitere Pumpspeicherwerke notwendig, um dies sicherzustellen.

 

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Wirtschaftsrates der CDU e.V. fordert deshalb für das Land eine stringente Energiepolitik. „Wer Windräder will, der muss sich auch für den Ausbau der Netze und die Entwicklung neuer Speichertechnologien einsetzen“, sagt Mau.

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