04. Januar 2017
Unternehmerreise des Wirtschaftsrates nach China
Erstmals organisierte der Wirtschaftsrat eine Delegationsreise nach China, in die südliche Provinz Guangdong. Die Region ist Ausgangspunkt und Vorreiter bei den Reformen und der Öffnung des Landes. Besucht wurden u.a. ein Industriepark, das Headquarter von Huawei und auch deutsche Unternehmen vor Ort, um Einblicke in bestehende Joint Ventures zu erhalten.

Seit den dritten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen im Oktober 2014 arbeiten Deutschland und China intensiv an der Umsetzung des „Aktionsrahmens für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit: Innovation gemeinsam gestalten“. Der Wirtschaftsrat leistet dabei mit seinem 2015 ins Leben gerufenen deutsch-chinesischen Wirtschaftsdialog auf Bundesebene einen aktiven Beitrag zur Vertiefung der strategischen Partnerschaft.

 

Im Rahmen eines umfassenden Aktionsrahmens sprachen sich Bundeskanzlerin Merkel und der chinesische Staatspräsident Xi Jingping 2014 für eine Innovationspartnerschaft aus, die die Kooperation in Bereichen wie der Urbanisierung und Industriealisierung sowie in ausgewählten Themengebieten wie Verkehr, Elektromobilität, Energie, sauberes Wasser und Ressourcen weiterentwickeln soll.

 

„Industrie 4.0“ meets „Made in China 2025“ 

 

Deutschland und China befinden sich in der vierten industriellen Revolution. In Deutschland ist die Strategie mit dem Namen „Industrie 4.0“ bereits im Jahre 2011 auf der Hannover Messe erstmalig vorgestellt worden. Das chinesische Pendant findet sich in der Strategie „Made in China 2025“ wieder.

China und Deutschland sind dabei weltweit bedeutende Innovationstreiber. Gleichzeitig sehen sie sich jedoch auch vielfältigen nationalen wie globalen Herausforderungen gegenüber: Demografie, Digitalisierung und Klimawandel. Im globalen Wettbewerb gilt es daher für beide Länder, die eigene Innovationskraft zu stärken und sich in Forschung und Entwicklung weiter zu vernetzen. Dafür investieren China und auch Deutschland viel.

 

Besuch lokaler Unternehmen sowie Austausch mit politischen Entscheidungsträgern

 

An der Delegationsreise des Wirtschaftsrates nahmen neben hochrangigen Wirtschaftsvertretern auch Nadine Schön, MdB, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda sowie in der 1. Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Internet und digitale Gesellschaft“ teil. Dabei wurden u.a. Fragen nach Finanzierungsplänen von Großprojekten, die Sorgen um den Ausverkauf deutscher Technologie, Erfahrungen mit Joint Venture-Kooperationen oder auch der Einsatz qualifizierter Mitarbeiter diskutiert. Die WR-Delegation besuchte neben einem innovativen Industriepark, dem Headquarter von Huawei, einem chinesischen Weltmarktführer im Bereich Drohnenherstellung, einem chinesischen Robotikunternehmen auch deutsche Unternehmen vor Ort, um Einblicke in bisher bestehende Joint Ventures zu erhalten. Die Besuche - beispielsweise beim Staatssekretär für Innovation und Technologie, Dr. David Chung - ermöglichten einen intensiven Austausch zum Thema Innovation sowie zu aktuellen Herausforderungen.

 

Der Wirtschaftsrat setzt in der Zusammenarbeit mit China auf das Prinzip des fairen Wettbewerbs. Dies gilt für den chinesischen Markt, den deutschen Markt, sowie auf Drittmärkten. Neben Vertrauen ist eine Verständigung über die gegenseitigen Erwartungen in Gesellschaft und Wirtschaft unverzichtbar.   

 

Schließlich fand die Delegationsreise ihren Abschluss im Rahmen der Asien-Pazifik-Konferenz, an der auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel teilnahm.

 

 

Den kompletten, ausführlichen Bericht zur Reise finden Sie hier

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