09. März 2018
Wirtschaftsrat positioniert in der FAZ gegen Dieselfahrverbote
Wolfgang Steiger: Diesel-Debatte immer grotesker - Stickstoffdioxidemissionen gehen nachweislich zurück

Der Wirtschaftsrat der CDU e. V. kommentiert in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die gestern veröffentlichte Studie des Umweltbundesamtes, nach der 6.000 Todesfälle (2014) auf Stickstoffdioxidemissionen zurückzuführen seien. "Die Debatte wird immer grotesker und unseriöser angesichts insgesamt nachweislich zurückgehenden Abgasemissionen“, so Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. „Diesel-Pkw sind aktuell nur noch für ein Zehntel der NOx-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Bis 2020 wird gut die Hälfte des Diesel-Pkw-Bestands über moderne schadstoffarme Euro-6-Diesel verfügen.“ Die angedrohten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind damit unverhältnismäßig und würden Millionen Pendler, Handwerker und Lieferanten unverschuldet in Haftung nehmen. Neben dem immensen Wertverlust der Fahrzeuge käme auch das städtische Leben zum Erliegen, wenn der Lieferverkehr nicht aufrechterhalten werden kann oder Handwerker nicht zu ihren Kunden kommen.  

 

Der Wirtschaftsrat empfiehlt daher eine Reihe alternativer Maßnahmen zur Luftreinhaltung, um Fahrverbote zu vermeiden: ein besserer Verkehrsfluss durch Verkehrssteuerung und grüne Welle, die Förderung des vorzeitigen Ersatzes älterer Diesel-Busse durch saubere Euro-6-Busse oder Hybridbusse aus dem Sofortprogramm Saubere Luft, die Verwendung von Bundesmitteln aus dem Programm „Grün in der Stadt“ zur Straßenrandbegrünung mit Moosen und Efeu zum Absorbieren von Feinstaub. Mittelfristig muss stark in öffentlichen Nahverkehr und Schiene investiert werden, auch in die Digitalisierung.

 

Lesen Sie den Artikel „Wie krank macht der Diesel“ in unserem Presseecho oder in der aktuellen Printausgabe der FAZ auf Seite 19.

 

Hier gelangen Sie zum umfassenden Maßnahmenkatalog des Wirtschaftsrates zur Vermeidung von Dieselfahrverboten.

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