15. Juli 2011
Wirtschaftsrat Reutlingen/Tübingen warnt vor Experimenten im Schulsystem
„Stuttgart 21 muss zum Wohl der Region umgesetzt werden!“

 Die Sektion Reutlingen/Tübingen des Wirtschaftsrates der CDU hat auf kritische Punkte für die Region hingewiesen. Besonders die geplanten Veränderungen im Bildungssektor stoßen beim Sektionsvorstand und seinem Sprecher Werner Theis auf Widerstand: „Am Ende zählt eines: der Erfolg!“ Mit diesem Hinweis fordert der neugewählte Vorstand der Sektion Reutlingen-Tübingen die neue Mehrheit im Landtag von Baden-Württemberg auf, „der unnötigen Ideologisierung der Schulpolitik ein Ende zu setzen.“

 

Die Sektion fordert: „Hände weg vom existierenden dreigliedrigen Schulsystem. Die Jugendarbeitslosigkeit von drei Prozent und eine Schulabbrecherquote von unter fünf Prozent sprechen einfach Bände. Es sind Spitzenwerte, die sonst kein anderes deutsches Bundesland aufzuweisen hat. Ziel der neuen Landesregierung muss es daher sein, dass bisherige Schulsystem weiter zu verbessern, noch mehr Förderungsmöglichkeiten für lernschwache und benachteiligte Schüler zu schaffen, die Durchlässigkeit des Schulsystems weiter zu verbessern und die Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger in jeder Hinsicht weiter zu verstärken.“

 

Experimente wie die Einheitsschule werde die Wirtschaft des Landes mit allen Mitteln bekämpfen. „Wir gehen davon aus, dass sich gegen solche Kahlschlagsversuche Widerstand formieren wird. Eventuell wird eine Volksabstimmung über die Bildungspolitik nötig sein, wie das auch schon in Hamburg und Hessen der Fall gewesen ist.“ Die grün-rote Mehrheit sollte durch die Ergebnisse dieser Abstimmung gewarnt sein. „In Baden-Württemberg werden wir ein ähnliches Ergebnis bekommen. Also Hände weg von unnützen Experimenten, dafür lieber die Energie in die Verbesserung und den Ausbau des bestehenden Systems stecken, wo es durchaus besonders bei den Migrantenkindern und in der Hauptschule viele Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Auch der Ausbau der Realschule und die bessere Versorgung der berufsbegleitenden Schulen mit Lehrern und Lehrmitteln lassen viel Raum für Gestaltung und bürgernahes pragmatisches Handeln.“

 

Auch hinsichtlich der Infrastrukturdebatte hat der Sektionsvorstand klare Vorstellungen: „Die Region braucht Stuttgart 21!“ Die Vorteile überwiegen selbst dann, wenn die Kosten um eine weitere Milliarde Euro steigen, so Theis. „Da die Mittel zweckgebunden sind, gibt es eine Umwidmung nicht, sie wären nur für das Land und die Region verloren.“ Im Übrigen sei die Bahn bereits Verpflichtungen in Milliardenhöhe eingegangen, so dass der Ausstieg eventuell so teuer würde wie der Weiterbau. „Keine der sogenannten K21 Trassen ist genehmigt oder wäre genehmigungsfähig – die Schlichtung hatte hier ein klares Ergebnis.“ Der Sektionsvorstand fordert deshalb einen zügige Auswertung der Ergebnisse des Stresstestes sowie die sofortige Umsetzung der Baumaßnahmen. „Zeit ist Geld, und die Zukunft hat bereits begonnen. Die Wirtschaft, die Umwelt und das Land brauchen Stuttgart 21!“

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