20. Juli 2017
Wirtschaftsrat: Rückkauf des Gasnetzes ist eine Fehlentscheidung
Dr. Henneke Lütgerath: Energiewirtschaftlicher Dreiklang muss bei Ausbau der Fernwärmeinfrastruktur eingehalten werden

Der Wirtschaftsrat Hamburg kritisiert den am Dienstag durch den Senat gefassten Beschluss, das Gasnetz der Stadt zum 1. Januar 2018 vollständig zurückzukaufen. „Für den Steuerzahler ist die Entscheidung – wie überhaupt der gesamte Rückkauf des Strom-, Fernwärme- und Gasnetzes – ein schlechter Deal. Hamburg lädt sich mit dem Rückkauf seiner Energienetze ein unkalkulierbares, wirtschaftliches Risiko auf. Für uns gibt es keinen Zweifel, dass ein privatwirtschaftliches Unternehmen den Netzbetrieb am effizientesten und damit auch am günstigsten gewährleisten kann“, erklärt der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates, Dr. Henneke Lütgerath.

 

Nach Strom und Gas muss die Stadt noch entscheiden, ob sie auch das Fernwärmegeschäft von Vattenfall übernehmen will. In diesem Kontext bekräftigt der Wirtschaftsrat Hamburg seine Forderung, ideologiefrei zu prüfen, inwieweit die im Kraftwerk Moorburg bei der industriellen Stromerzeugung anfallende Wärme zur Fernwärmeversorgung genutzt werden kann. „Der Ausbau der Fernwärmeinfrastruktur muss mit Weitblick und ohne ideologisch-grüne Brille geschehen. Neben der Ökologie sind Ökonomie und Versorgungssicherheit gleichberechtigte Säulen der Energiewirtschaft. Der energiewirtschaftliche Dreiklang muss eingehalten werden“, betont Lütgerath.

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Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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