08. November 2016
Wirtschaftsrat Sachsen lehnt Ausstieg aus der Kohle ab
Dresden, den 8. November 2016. Die Absicht des Bundesumweltministeriums, mit dem geplanten „Klimaschutzplan 2050“ aus der Förderung der Braukohle in der Lausitz auszusteigen und neue Kohlekraftwerke oder Tagebauerweiterungen explizit zu verbieten, lehnt der Wirtschaftsrat Sachsen vehement ab.

"Solange die Stromversorgung durch erneuerbare Energieträger nicht dauerhaft und verlässlich sichergestellt werden kann, brauchen wir die Braunkohle für eine konstante Grundlast", so die Landesvorsitzende Simone Hartmann. Gerade sie gewährleiste den notwendigen Ausgleich der Stromnetzschwankungen, die durch unbeständige Sonnen- und Windenergieeinspeisungen verursacht werden. "Blackouts in der Energieversorgung können wir uns absolut nicht leisten - auch wegen der Sicherheit der Bürger nicht."

Die Klimaschutzvorgaben der Bundesregierung gehen zu überwiegenden Lasten des Energiesektors und richten sich auf einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Für die vielen betroffenen Beschäftigten in Sachsen bedeute das, in ohnehin strukturschwachen Regionen alleinig die Konsequenzen tragen zu müssen, kritisiert Hartmann weiter. Der Wirtschaftsrat Sachsen unterstützt deshalb die sächsische Staatsregierung ausdrücklich, einseitige Belastungen für Sachsen zu verhindern.


Die geplante Einführung von CO2-Mindestpreisen für zu versteigernde Zertifikate auf europäischer Ebene sowie das Verbot von wichtigen Investitionen in Tagebaue und Kraftwerke stellt darüber hinaus ein untaugliches Instrument zum Schutz des globalen Klimas dar. Gerade Deutschland als Industriestandort ist für lediglich rund 2,5 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Mit den vorliegenden Plänen verfehlt die Bundesregierung ihr Ziel, einen effektiven und nachhaltigen Beitrag zum internationalen Klimaschutz zu leisten, sehr deutlich.

 

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