29. April 2016
Wirtschaftsrat: Senatspläne zum Wohnungsbau lassen Fragen offen
Gunnar Uldall: Übergangswohnungen adäquates Mittel zur Flüchtlingsunterbringung

Der Wirtschaftsrat Hamburg sieht seine Empfehlungen zum Wohnungsbau in den jüngsten Plänen der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dorothee Stapelfeldt, bestätigt. Diese hatte am Dienstag 10.000 neue Wohnungen pro Jahr, mehr Nachverdichtung, höhergeschossige Gebäude und neue Siedlungsräume angekündigt.

„Die Ziele sind hochgesteckt, was grundsätzlich gut ist. Allerdings gibt es berechtigte Zweifel, ob sich Senatorin Stapelfeldt nicht zu weit aus dem Fenster lehnt. Hinter dem Gutachten zur Neuauflage für das ‘Bündnis für das Wohnen‘ steht ein großes Fragezeichen. Außerdem braucht die Bauwirtschaft bürokratische und rechtliche Erleichterungen, um die neue Zielvorgabe zu erreichen“, erklärt Gunnar Uldall, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Hamburg.

 

Bestätigt sieht sich der Wirtschaftsrat Hamburg auch im Rechtsgutachten gegen Großsiedlungen bzw. Expresswohnungen für Flüchtlinge. In seinem Positionspapier „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ (Februar 2016) schlägt der Wirtschaftsrat den Bau von sogenannten Übergangswohnungen in dezentralen, gemischten Quartieren vor. „Die Unterbringung muss mit Integration einhergehen. Ziel muss es sein, nicht einfach schnellen und günstigen Wohnraum aus dem Boden zu stampfen, sondern mit Weitsicht heterogene Quartiere zu gestalten“, so Gunnar Uldall.

 

Um das Positonspapier online abzurufen, klicken Sie bitte hier.

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
Telefon: 040/ 30381049
Telefax: 040/ 30381059