05. Dezember 2013
Wirtschaftsrat sieht unternehmerische Entwicklung am Standort Bremen gefährdet
Wirtschaftsstandort benötigt Neuausrichtung der Gewerbeflächenentwicklung
Die Ansiedlung neuer Unternehmen wird durch die derzeitige Gewerbeflächenpolitik gehemmt und ins niedersächsische Umland abgedrängt. Der Wirtschaftsrat Bremen fordert ein Bekenntnis zum wirtschaftlichen Wachstum der Stadt und plädiert für eine angebotsorientierte Vergabepolitik.

„Die nachfrageorientierte Vergabe von Flächen hat dazu geführt, dass die Angebotsseite mittlerweile sehr eingeschränkt ist. Folglich gibt es für Unternehmen nur wenige Wahlmöglichkeiten, die allen Ansprüchen gerecht werden“, meint die Landesvorsitzende Imke Goller-Wilberg. „Ein Beispiel hierfür ist der Mercedes-Zulieferer Boysen. Der Stadt Bremen ist es aufgrund des spezialisierten Angebots an Gewerbeflächen nicht gelungen, ein zeitnahes und bedarfsgerechtes Angebot vorzulegen. Die Folge ist, dass Unternehmen ins niedersächsische Umland abwandern und es der Bremer Wirtschaftsförderung nicht gelingen kann, nachhaltig Unternehmen und somit Arbeitsplätze im Stadtgebiet anzusiedeln“, verdeutlicht Goller-Wilberg.

Des Weiteren muss bei den Auflagen für die Erschließung neuer Gewerbeflächen ein Umdenken erfolgen. Nach Ansicht von Goller-Wilberg ist es nicht nachvollziehbar, warum die Auflagen in Bremen deutlich über den bundesgesetzlichen Vorgaben liegen. „Umweltauflagen und Flächen müssen so angepasst werden, dass eine lohnende Erschließung überhaupt möglich ist. Unternehmen werden sich nicht auf ein Angebot einlassen, welches bereits beim Kauf der Gewerbeflächen Unsicherheiten aufweist“, führt die Landesvorsitzende aus. „Zusätzlich muss auch die Debatte, um die Kleingärten an der Peripherie Bremens wieder aufgenommen werden. Viele dieser Gärten werden nicht mehr genutzt und liegen brach. Eine Neuorientierung und Konzentration der Kleingartenpolitik bietet hier Chancen für beide Seiten, Kleingärtner und Wirtschaft“.

Nach Ansicht des Wirtschaftsrates muss ein zusätzlicher Fokus auf die Kompetenzen innerhalb der Logistik am Wirtschaftsstandort Bremen gelegt werden. „Nur wenn es gelingt, die innovativen Bereiche Luft-und Raumfahrt sowie Windenergie mit den logistischen Möglichkeiten zu verbinden, ist die Herausbildung eines Standortvorteils für die Hansestadt überhaupt möglich“.

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Landesgeschäftsführerin

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