02. März 2018
Wirtschaftsrat spricht sich für klare Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln aus
Wolfgang Steiger: Hohe Qualität deutscher Lebensmittelproduktion darf nicht durch gepanschte Billigprodukte entwertet werden

Der Wirtschaftsrat unterstützt den Appell des EU-Parlaments an die Mitgliedsstaaten für eine klare Kennzeichnung von Lebensmitteln mit Herkunftsland und Ingredienzen wie heute beispielhaft für den Honig beschlossen worden. "In der Verbraucherpolitik fordert der Wirtschaftsrat eine Orientierung am Leitbild des mündigen Verbrauchers", sagt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. "Klare Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit sind essentielle Bestandteile, um freie Kaufentscheidungen treffen zu können." Die hohe Qualität der deutschen Lebensmittelproduktion darf nicht durch falsche Bezeichnungen oder durch gefälschte bzw. gepanschte Produkte aus Übersee entwertet werden. Honig ist das dritthäufigste gepanschte Produkt weltweit. Die Einfuhr etwa von mit Zuckersirup gestreckter Ware unter dem Label „Honig“ zu Preisen weit unter dem Produktionswert verzerrt den Markt.

In diesem Zusammenhang fordert der Wirtschaftsrat außerdem:


1. Keine staatliche Bevormundung mit verbindlichen Zielen zur Reduktion des Zucker-, Salz- und Fettgehaltes in Lebensmittelprodukten. Unternehmen überarbeiten ständig den Zucker-, Salz- und Fettgehalt ihrer Produkte, jedoch auf Basis der Wünsche der Verbraucher und aktueller Trends. Grundlage der Rezepturen sind die Verarbeitungsfähigkeit, die Haltbarkeit und nicht zuletzt der Geschmack. Die Diskreditierung einzelner Lebensmittelbestandteile muss vermieden und die unternehmerische Freiheit geschützt werden.


2. Keine Einführung einer verbindlichen Nährwertampel und keine Werbeverbote angeblich ungesunder Produkte. Zumal Verbraucher hier umfassende Informationsmöglichkeiten haben. Staatliche Verbote und anderweitiger Regulierung helfen in der Regel nicht. Die Diffamierung einzelner Lebensmittel als „ungesund“ ist jedenfalls keine Lösung. Um die Qualität der Ernährung auch in Zukunft zu sichern, gilt es, den Lebensmitteleinzelhandel und die Ernährungswirtschaft zu stärken und sie vor ausufernder Bürokratie und Überregulierung zu schützen. Wir wollen keinen Staat, der als Vormund sagt, was wir essen dürfen.

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