11. August 2020
Wirtschaftsrat spricht sich gegen ein Werbeverbot für Fastfood aus
Wolfgang Steiger zu den Stuttgarter Nachrichten: Wir erwarten von der Politik, dass nicht eine Agenda der Verbote durchgebracht wird

Das Werbeverbot für stark kalorienhaltige Lebensmittel, das die britische Regierung unter Premier Boris Johnson beschlossen hat, löst nun auch in Deutschland eine innenpolitische Debatte aus. Der Wirtschaftsrat spricht sich gegen ein Werbeverbot für Fastfood aus. „Es ist nicht Aufgabe des Staates, durch strukturelle Benachteiligung einiger Marktteilnehmer die Bürger zu gesünderer Ernährung zu drängen“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger den Stuttgarter Nachrichten. „Wir erwarten von der Politik, dass jetzt nicht nach und nach eine Agenda der Verbote durchgebracht wird.“

Zur Argumentation der Grünen mit einem Verbot vor allem Kinder und Jugendliche schützen zu wollen, wandte Wolfgang Steiger ein: „Den Schutz von Kindern ins Feld zu führen, ist dabei kurzsichtig. Schlichte Werbeverbote können nichts für ein nachhaltiges Verständnis von gesunder Ernährung tun, diese Informationsarbeit muss viel mehr in Kitas, Schulen und zuhause erfolgen. Mit weniger gesunden Lebensmittel in Kontakt zu kommen ist unvermeidbar, aber der maßvolle Konsum ist unproblematisch. Daher sollte es allen Hersteller auch erlaubt sein, für ihre Produkte zu werben.“

 

Lesen Sie den vollständigen Artikel in den Stuttgarter Nachrichten, S. 4 oder hier online.

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