03. Juli 2020
Wirtschaftsrat spricht sich gegenüber dpa gegen weitere Frauenquoten aus
Astrid Hamker: Frauenquote, Grundrente und höherer Mindestlohn - als gäbe es keine Krise

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. hat sich entschieden gegen Überlegungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Frauen-Quote in der Wirtschaft ausgesprochen. Präsidentin Astrid Hamker erklärte gegenüber dpa: "In dieser Woche werden im Windschatten des Konjunkturpaketes, mit dem wir den Wiederaufstieg aus der schwersten Wirtschaftskrise schaffen wollen und müssen, völlig kontraproduktive Themen für unser Land vorangetrieben. Jetzt will die Bundeskanzlerin also auch noch die Frauenquote in der Wirtschaft durchsetzen, so als könnte man Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen für den industriellen Mittelstand backen."

 

 

Astrid Hamker weiter: „Wir brauchen selbstverständlich Diversität in den Unternehmen, aber bitte nicht nach Gender-, sondern Kompetenzkriterien. Will man am Ende Vorstände und Geschäftsführungen aufblähen, um eine ideologische Quote durchzusetzen? In dieser Woche wurde trotz der Krise eine außerordentliche starke Mindestlohn-Erhöhung beschlossen, so als ob in Deutschland schon in ein paar Monaten alles wie im Jahr 2019 wäre. Das wird gerade in der Krise mit wachsender Arbeitslosigkeit die Hürden für Neueinstellungen erhöhen. Das trifft dann insbesondere Geringqualifizierte und junge Berufseinsteiger.  Die Grundrente wird nur mit Bedürftigkeitsprüfung light und ohne solide Finanzierungsgrundlage beschlossen. Wir müssen etwas gegen Altersarmut tun, aber zielgerichtet für wirklich Bedürftige, Diese Grundrente ist zutiefst ungerecht, hebelt das Leistungsprinzip aus und verlagert die Lasten in die Zukunft auf Kosten der jungen Generation." 

 


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