27. April 2020
Wirtschaftsrat stellt sich gegen Homeoffice-Zwang
Wolfgang Steiger: Gerade in der Corona-Krise haben sich freiwillige Vereinbarungen zwischen Betrieben und Beschäftigten bewährt

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. spricht sich nachdrücklich gegen den von der SPD geforderten Zwang für Arbeitgeber aus, Beschäftigten auf deren Wunsch hin Homeoffice zu ermöglichen. „Gerade in der Corona-Krise haben sich freiwillige Vereinbarungen zwischen Betrieben und Beschäftigten bewährt“, erklärt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger. „Dieser Vorschlag aus der Mottenkiste wurde also schon von der Realität überholt. Zudem kommt er gerade mit Blick auf die schwierige wirtschaftliche Lage völlig zur Unzeit. Das Maß an zusätzlichen regulatorischen Belastungen für die Arbeitgeber ist nach Datenschutzgrundverordnung, Mindestlohn-Dokumentation und ,Entgeltgleichheitsgesetz‘ übervoll.“

Stattdessen ist es aus Sicht des Wirtschaftsrates nun endlich an der Zeit für Entlastungen. „Die beispiellosen Belastungen der Wirtschaft und insbesondere des Mittelstandes durch Corona-Krise und Shutdown müssen zum Anlass genommen werden, für die Zeit danach unsere Betriebe zu entfesseln und unsere Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen", fordert Wolfgang Steiger. „Wir brauchen jetzt endlich spürbare Entlastungen für Bürger und Unternehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland nach der Krise zu sichern. Keinesfalls darf mit einem Zwang, jedem Beschäftigten auf Wunsch einen Homeoffice-Platz einzurichten, noch weitere Bürokratie draufgesattelt werden. Nicht zuletzt würde ein Recht auf Homeoffice vor allem für diejenigen zur Einstellungsbremse, die es mit besonders hoher Wahrscheinlichkeit einfordern könnten: Pendler und Eltern kleinerer Kinder“, so Wolfgang Steiger weiter.

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