06. Februar 2014
Wirtschaftsrat macht sich für steuerliche Förderung bei der Gebäudesanierung stark

Bei den Maßnahmen zur CO2-Reduzierung und zur Anpassung an den Klimawandel sollte die Wirtschaftlichkeit der Konzepte und Maßnahmen stärker in den Fokus genommen werden, um hier wirkungsvolle Effekte erzielen zu können, erklärt Dr. Marc Weinstock, Vorsitzender der Bundesfachkommission Stadtentwicklung, Bau und Immobilien des Wirtschaftsrates der CDU. „Ohne private Investitionen lässt sich das nicht bewältigen. Statt Löcher in den Haushalt mit sozialen und konsumtiven Ausgaben zu reißen, sollte das Geld besser dafür verwandt werden, private Investitionsimpulse auszulösen. Um die ambitionierten Ziele, wie etwa die Verdoppelung der Sanierungsquote zu erreichen, braucht es die Beteiligung privaten Kapitals, was obendrein Arbeitsplätze in Deutschland sichert.“

Steuerliche Abschreibungen stärken
Die Wohnungsbaupolitik muss die Schaffung von ausreichendem und angemessenem Wohnraum zum Ziel haben, indem sie Anreize für Neubau und Modernisierung setzt. Der Wirtschaftsrat fordert hierzu, die steuerliche Abschreibung energetischer Sanierungen zu verbessern, um zusätzliche Investitionsimpulse freizusetzen. Für die an der energetischen Sanierung beteiligten Gewerke, das mittelständisch und handwerksgeprägte Baugewerbe, würde dies spürbare Wachstums- und Beschäftigungseffekte auslösen.

Energetische Sanierung fördern – ohne neue Regeln und Zwänge

Der Wirtschaftsrat begrüßt die Absicht der Koalition, beim Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand weiterhin auf Freiwilligkeit zu setzen. Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Neubauten müssen sich daran orientieren, ob sie zum Schutz von Klima und Umwelt zweckmäßig und hinreichend, gleichzeitig aber auch wirtschaftlich und machbar sind. Weitere gesetzliche Vorgaben zur Art der Sanierungsmaßnahmen lehnt der Wirtschaftsrat angesichts der unterschiedlichen Bestände ab. Jedes Objekt, besser jedes Quartier, sollte für sich betrachtet und nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten und technischer Machbarkeit begutachtet werden.

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