11. August 2015
Wirtschaftsrat: Unsicherheiten zu groß für Freigabe des dritten Hilfspakets
Wolfgang Steiger: Beteiligung des IWF muss rote Linie für Hilfen bleiben - Zweifel an der bisherigen Euro-Rettung wachsen bei vielen Befürwortern aus sehr gewichtigen Gründen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. warnt gegenüber Dow Jones vor vorschnellen Kredit-Freigaben und dem Überschreiten der nächsten roten Linie bei einem möglichen Ausstiegs des IWF aus dem weiteren Griechenland-Paket. „Entweder gibt es einen weiteren spürbaren Schuldenschnitt für Griechenland oder der IWF wird das sinkende Rettungsschiff verlassen. Beides würde fatale Signale senden. Athen laviert bei der Privatisierung und vertröstet die Geldgeber weiter bei Reformen. Vor diesem Hintergrund sind die Unsicherheiten für eine Freigabe des dritten Hilfspaketes derzeit zu groß“, wird der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, zitiert.

An der Glaubwürdigkeit von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble zweifelt in der Union niemand, aber die Herren Tsipras und Varoufakis und leider auch immer mehr Herr Juncker haben durch ihre Tricksereien viel Goodwill verspielt. Das schlägt sich zu recht auch bei immer mehr Abgeordneten nieder. Der Wirtschaftsrat lehnt die „fragwürdigen Druckmethoden“ des Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion, Volker Kauder, gegenüber Kritikern im Deutschen Bundestag ab. „Die Zweifel an immer größeren Krediten für Griechenland bei vielen Befürwortern der bisherigen Euro-Rettung wachsen aus sehr gewichtigen Gründen“, zitiert das Handelsblatt heute Generalsekretär Wolfgang Steiger auf der Titelseite.

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