01. November 2021
Wirtschaftsrat unterstützt Abbau von Handelsbeschränkungen zwischen EU und USA
Wolfgang Steiger: Angesicht der Störungen internationaler Lieferketten hat die Reduzierung staatlicher Handelshemmnisse besondere Dringlichkeit

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. begrüßt die auf dem G20-Gipfel erzielte Einigung zwischen der EU und den USA zur Rücknahme der 2018 von Ex-Präsident Donald eingeführten Handelsbeschränkungen. „Auch wenn noch nicht alle Details bekannt sind, ist die Rücknahme von Sonderzöllen grundsätzlich ein wichtiger und richtiger Schritt zur Normalisierung der transatlantischen Beziehungen unter Joe Biden“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. „Gerade mit Blick auf die aktuellen Störungen der internationalen Lieferketten hat die Reduzierung staatlicher Handelsbeschränkungen besondere Dringlichkeit, um einen reibungslosen Austausch zwischen den Märkten sicherzustellen.“ Die Strafzölle auf europäische Stahl- und Aluminiumexporte in die USA wurden 2018 durch den damaligen US-Präsidenten Donald Trump erhoben. Er betrachtete die Importe als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA.

Aus Sicht des Wirtschaftsrates ist es jetzt entscheidend, die positiven Impulse zur Verbesserung des transatlantischen Verhältnisses zu nutzen und die Rücknahme neuer oder Abschaffung bestehender Handelsbeschränkungen auch auf andere Wirtschaftssektoren auszuweiten. „Es braucht jetzt neue Motivation für Initiativen zur Vertiefung des Handels und zum weiteren Abbau von Handelshemmnissen, zum Beispiel in Form eines Industriegüterabkommens“, fordert Wolfgang Steiger. „Oberstes Ziel sollte es sein, perspektivisch jegliche Zölle auf wichtige Industrieprodukte vollständig abzubauen. Andernfalls wird nicht nur die breite transatlantische Kooperation geschwächt, sondern auch der Einfluss anderer Handelsmächte in Europa weiter wachsen“, so Wolfgang Steiger weiter.