13. Dezember 2018
Wirtschaftsrat unterstützt Beschleunigungsmaßnahmen beim Netzausbau
Wolfgang Steiger: Netzausbau hat höchste Priorität und kann mit dem gestrigen Kabinettbeschluss endlich ins parlamentarische Verfahren gehen

Berlin, 13. Dezember 2018.  Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. begrüßt den Beschluss zum Netzausbaubeschleunigungsgesetz 2.0 (Nabeg 2.0). „Der Netzausbau hat für das Gelingen der Energiewende höchste Priorität und kann nach dem gestrigen Kabinettsbeschluss endlich ins parlamentarische Verfahren gehen“, sagt Generalsekretär Wolfgang Steiger. „Bund und Länder sind in der Verantwortung, den Netzausbau nicht weiter zu verschleppen. Denn von den langfristig notwendigen Netzkapazitäten im Bundesbedarfsplan wurden bisher nur 150 Kilometer realisiert und ca. 600 von 5.900 Kilometern genehmigt.“ Mit Blick auf die Stilllegung von Kohle- und Kernkraftwerken mit gesicherter Leistung bis 2022 würde ein weiteres Hinterherhinken des Netzausbaus nicht nur die Kostenspirale der Energiewende weiter befeuern, sondern auch die Versorgungssicherheit am Standort Deutschland stark gefährden. „Es macht keinen Sinn, weiter Erneuerbare massiv auszubauen, wenn wir nicht wissen wann und wie der Strom bei den Verbrauchern ankommen soll“, so Wolfgang Steiger.

 

„Es gilt, die Erneuerbaren Energien mehr in die Pflicht zu nehmen“, erklärt Wolfgang Steiger. „Die technische und digitale Optimierung der Netzauslastung und des Netzbetriebs sind ebenso wie die Einschränkung des Einspeisevorrangs für Erneuerbare zielführend. Die Synchronisierung von Erneuerbaren- und Netzausbau muss gesetzlich konkretisiert werden, um ein weiteres  Ansteigen der Netzentgelte als ein ganz wesentlicher Kostentreiber der Energiewende - neben der EEG-Umlage- zu dämpfen."

 

Der Wirtschaftsrat setzt sich dafür ein, dass die Netzkosten für Verbraucher nicht durch eine überzogene Ausweitung der Erdverkabelung und wiederkehrende Entschädigungszahlungen weiter in die Höhe getrieben werden. Nach Angaben von Bundeswirtschafsminister Altmaier werden damit die Kosten um 108 Millionen Euro auf 819 Millionen Euro steigen. „Weitere  Subventionstatbestände durch Überkompensation einzelner Interessengruppen können wir uns bei der Energiewende schlicht nicht leisten“, kritisiert Wolfgang Steiger. Denn solche Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt, die ohnehin schon aufgrund sehr hoher staatlicher Abgaben und Umlagen die höchsten Strompreise in Europa schultern.“

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