14. Oktober 2016
Wirtschaftsrat unterstützt Bundesratsinitiative zu Wohnimmobilienkreditrichtlinie
Wolfgang Steiger: „Die überambitionierte Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie in Deutschland belastet Verbraucher und Geldinstitute erheblich und bremst die private Altersvorsorge.“

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. unterstützt die Bundesratsinitiative der Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, um die Kredite für Selbstnutzer wieder nach vernünftigen Spielregeln zu vergeben.Die Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht schießt wieder einmal über die Anforderungen der europäischen Vorgaben hinaus“, kritisiert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. Geldinstitute müssen seit Umsetzung der Richtlinie im März dieses Jahres nachweisen, dass sie geprüft haben, dass der Kunde seinen Kredit innerhalb der Laufzeit zurückzahlen kann. Zuvor haben Banken und Immobilienfinanzierer immer den Wert und die zukünftige Wertentwicklung der Immobilie bei der Kreditvergabe mitberücksichtigt. Dieser Weg ist nun versperrt. Das bedeutet: vor allem ältere Menschen und junge Familien erhalten keine Immobilienkredite mehr.

 

„Die eigene Wohnimmobilie ist für die private Altersvorsorge von großer Bedeutung. Der deutsche Sonderweg mit überambitionierten Vorgaben zur Kreditvergabe schadet jungen Familien, die Eigentum bilden wollen und Rentnern, die ihre Wohnung altersgerecht umbauen wollen“, sagt Wolfgang Steiger. „Zudem ist das Geschäftsvolumen der Finanzierer bei der Kreditvergabe erheblich eingebrochen. Deutsche Geldinstitute verlieren durch die neuen nationalen Vorgaben im europäischen Vergleich erheblich an Wettbewerbsfähigkeit. „Verbraucher, Banken und Finanzierer sind gleichermaßen die Verlierer. Hier heißt es nun endlich gegensteuern und die unnötig aufgebauten Finanzierungshürden abbauen“, so Wolfgang Steiger.

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