19. Dezember 2016
Wirtschaftsrat unterstützt CDU-Pläne für mehr Markt- und Systemintegration der Erneuerbaren Energien

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Baden-Württemberg, begrüßt die Überlegungen der Bundes-CDU, die Erneuerbaren-Förderung maximal kosteneffizient auszugestalten und schrittweise auslaufen zu lassen. Grundsätzlich setzt der Wirtschaftsrat in Stuttgart auf ein europaeinheitliches CO2-Einsparziel und den europäischen Emissionshandel (EU ETS) als marktwirtschaftliches, technologieoffenes Leitinstrument, um dieses zu erreichen.

 

„Der deutsche EEG-Sonderweg ist für jeden einzelnen Bürger extrem teuer und im Ergebnis ineffizient“, so der Vorsitzende der Landesfachkommission Energiepolitik, Dr. Markus Binder. „CO2 kennt keine Landesgrenzen, nationalstaatliche Einzellösungen sind überholt.“

Justus Haucap, Direktor des Instituts für Wettbewerbsökonomik an der Universität Düsseldorf, legte im Oktober Zahlen vor: Eine vierköpfige Familie bezahlt demnach direkt und indirekt über 25.000 Euro für die Energiewende - und das im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2025. Zum Vergleich: Nach den Zahlen der Bundesbank verfügen 40 Prozent der deutschen Haushalte über ein Nettovermögen von weniger als 27.000 Euro.

 

Binder erläutert weiter, dass Deutschland heute immer noch genauso viel CO2 ausstoße wie im Jahre 2009. Die deutsche Energiewende-Politik habe somit „null Tonnen CO2 gespart – für sehr viel Geld.“ Den Hauptanteil dieser Kosten verursache das EEG. Hier ist es nach Auffassung des Wirtschaftsrats richtig, die Markt- und Systemintegration der Erneuerbaren zu stärken und auf ein Auslaufen der Förderung hinzuwirken. Der einfache Glaube „viel hilft viel“ habe sich als falsch erwiesen. Extrem starke Einspeiseschwankungen durch Wind- und Sonnenstrom glichen sich auch europaweit nicht aus. Die dadurch erforderlichen Speicher seien nicht einmal technologisch im entsprechenden Umfang verfügbar. „Der Wirtschaftsrat stellt gerne seine Expertise zur Verfügung, bietet seine Mitarbeit an und fordert die CDU auf, auf dieser Grundlage die zukünftige Energiepolitik weiterzuentwickeln“, ergänzt Binder.