25. Mai 2020
Wirtschaftsrat unterstützt Vorschlag der Sparsamen Vier und fordert Wiederherstellung von EU-Lieferketten
Astrid Hamker bei dpa und Wolfgang Steiger im Handelsblatt

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert die Bundesregierung dazu auf, sich auf EU-Eben stärker für die Wiederherstellung von Lieferketten einzusetzen, damit Konjunkturprogramme auch wirken können. „Es muss zunächst darum gehen, den europäischen Binnenmarkt zu stärken und Lieferketten wiederherzustellen. Geldverteilen allein und horrende Summen für das Schaufenster sind noch kein Zukunftskonzept“, mahnte die Präsidentin des Wirtschaftsrates, Astrid Hamker, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Wenn die Strukturprobleme einzelner Länder, die schon vor der Corona-Krise zu deren Wachstumsschwäche führten, ungelöst bleiben, sind teure Programme sogar kontraproduktiv.“ Der Wirtschaftsrat unterstützt deshalb auch den Gegenvorschlag der sogenannten „Sparsamen Vier“ Österreich, Schweden, Dänemark und den Niederlanden zu Wiederaufbauhilfen nach der Corona-Krise. "Der Vorschlag ist eine gute und vor allem eine wirklich schnell helfende Alternative zur deutsch-französischen Initiative", sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger dem Handelsblatt. „Kredite statt Zuschüsse sind genauso der richtige Weg wie die klare zeitliche Begrenzung. So kann schneller und effizienter reagiert werden."

Nach Ansicht des Wirtschaftsrates wird die Angebotsseite in der jetzigen Debatte bisher zu wenig oder gar nicht berücksichtigt. „Was aber wird gewonnen, wenn wir jetzt durch die Krise und zu wenig Engagement für die Wiederherstellung der Lieferketten, Branchen ganz oder teilweise verlieren?", bilanziert Astrid Hamker. „Es gibt, bedingt durch die Pandemie, noch immer erhebliche regionale Ausfälle bei der Produktion. Davon betroffen sind vielfach Zulieferbetriebe, welche sich entsprechend auf andere Unternehmen negativ auswirken. Wenn für ein Produkt ein vorher aufwändig zertifizierter Zulieferer fehlt, lässt sich dieser nicht einfach ersetzen. Zudem gibt es Unternehmen, die zwar Waren produzieren, aber nicht ausliefern können. Die Märkte zur Abnahme der Waren sind teilweise noch stark vom Virus betroffen und es kommt dort zum Ausfall der Transportkapazitäten sowie zum Wegfall der Abnehmerseite“, so Astrid Hamker weiter.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel zu den Lieferketten und hier den Artikel zum Vorschlag der „Sparsamen Vier“ in der Online-Ausgabe des Handelsblattes.

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