06. Mai 2021
Wirtschaftsrat warnt in der heutigen Börsen-Zeitung vor fortgesetzter expansiver Geldpolitik
Wolfgang Steiger: EZB fördert politische Verantwortungslosigkeit

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. zeigt sich besorgt über die massiv gestiegenen Staatsschuldenquoten in der EU. In einem in der heutigen Börsen-Zeitung erschienenen Gastbeitrag spricht sich Generalsekretär Wolfgang Steiger für eine Rückkehr zur soliden Haushaltsführung und einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik aus: „Nothilfen sind wichtig, aber ein ständiger Stimulus ist das falsche Rezept. Die Europäische Zentralbank hat es schon vor Corona, in einer der längsten Aufschwung-Phasen der modernen Geschichte nicht geschafft, den Zins aus den negativen Zahlen zurück auf null zu heben.“

Die Europäische Zentralbank verleite die Politik durch ihre expansive Geldpolitik zur Schuldenaufnahme und fördere so verantwortungsloses Handeln. Es entstehe der Eindruck, ein Staat könne sich verschulden und so den Wohlstand mehren, ohne dafür Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen, um Ersparnisse zu bilden. Rigide Sparmaßnahmen seien zwar derzeit nicht geboten. Jedoch müsse sich die Einsicht durchsetzen, dass sich Probleme nicht mit einer immer höheren Dosis der immer gleichen Medizin lösen lassen. „Wir brauchen einen anderen Politik-Mix: Weniger Geldpolitik, eine klügere Fiskalpolitik und eine klare Wachstumspolitik, deren Schwerpunkt auf produktivitätssteigernden Reformen liegt“, ist Wolfgang Steiger überzeugt. Die Regierungen müssten nun Konzepte zur Haushaltskonsolidierung erarbeiten und sich bewusst machen, dass nicht sie oder Zentralbanken verlorenen Wohlstand wiederherstellen können, sondern nur risikobereite Unternehmer.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de