21. November 2013
Zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen der Arbeitsgruppe Gesundheit erklärt der Vorsitzende der Bundesfachkommission Gesundheitswirtschaft des Wirtschaftsrats, Wolfgang Pföhler:
Wirtschaftsrat warnt vor Abschaffung der Zusatzbeiträge

„In der Arbeitsgruppe Gesundheit sind wesentliche Maßnahmen berücksichtigt worden, die der Wirtschaftsrat als Empfehlung an die Unterhändler ausgesprochen hat. So wird es keine bürgerliche Zwangsversicherung geben und damit auch keinen Schritt in Richtung Staatsmedizin. Wir begrüßen ebenfalls die Entscheidung, künftig auf den sogenannten Bestandsmarktaufruf von für die Versorgung bedeutsamen Arzneimitteln zu verzichten. Dennoch muss der Politik aber klar sein, dass weitere grundlegende Reformen notwendig sind, um unser Gesundheitssystem ‚demographiefest‘ zu machen.

Das bedeutet, dass die künftigen Kostensteigerungen der Krankenkassen nur einzudämmen sind, wenn wir einsehen, dass man dem Bürger mehr Eigenverantwortung zumuten kann“, so Pföhler weiter. „Eine Abschaffung der Zusatzbeiträge, wie sie immer noch im Raum steht, wäre ein verheerendes Signal gegen den Wettbewerb. Nur durch eine Entkoppelung der Lohnkosten von den Gesundheitsausgaben können wir die Tragfähigkeit unseres Gesundheitssystems langfristig sicherstellen. Alles andere stellt eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen dar und gefährdet Arbeitsplätze.“


Ausgesprochen positiv beurteilt Pföhler die geplante Einführung eines Innovationsfonds. „Es ist erfreulich, dass die Politik die Notwendigkeit der Verbesserung der Innovationsstärke in unserem Gesundheitssystem erkannt hat. Mittel aus dem Fonds ermöglichen die dringend notwendige Erforschung neuartiger sektorübergreifender Versorgungsformen, die unsere Gesellschaft aus demographischer Sicht unbedingt benötigt“, so Pföhler.

 

Wolfgang Pföhler leitet seit 2011 die Bundesfachkommission Gesundheitswirtschaft beim Wirtschaftsrat der CDU e. V. und ist Präsident des Deutschen Krankenhausinstituts e. V. Von 1998 bis 1999 sowie 2004 bis 2005 war er Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft und amtiert derzeit als ihr Vizepräsident.

 

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