10. März 2016
Wirtschaftsrat warnt vor Ausweitung der EZB-Politik des billigen Geldes
Wolfgang Steiger in der FAZ: „Geldhahn aufdrehen hilft nicht, wirtschaftspolitische Probleme zu überdecken“

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. warnt im Vorfeld der EZB-Ratsitzung gemeinsam mit den Finanzpolitikern von CDU und SPD im Bundestag, Ralph Brinkhaus und Carsten Schneider, vor weiteren geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). In der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung auf Seite 18 kritisiert der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger: „Die Politik des billigen Geldes zerstört Vertrauen. Von einer Deflation sind wir meilenweit entfernt. Es gibt keine Abwärtsspirale fallender Preise, Löhne und Gehälter."

„Die Zeichen verdichten sich, dass die Notenbanker um Mario Draghi heute im EZB-Rat wieder ihren Feuerwehranzug anziehen und eine weitere Senkung des Einlagensatzes sowie eine erneute Ausweitung des Anleihenprogramms beschließen“, sagt Wolfgang Steiger.

 

Der Wirtschaftsrat hat schon vor Beginn des Quantitave Easing Programms gewarnt, dass egal wie weit wir den Geldhahn noch aufdrehen, sich auch künftig wirtschaftspolitische Probleme nicht mit geldpolitischen Maßnahmen überdecken lassen. Bei einer falschen Medizin hilft es nicht, die Dosis weiter zu erhöhen. Die gefährlichen Nebenwirkungen lassen sich längst nicht mehr schönreden. Die perpetuierte Manipulation des Zinses setzt vollkommen falsche Anreize und verhindert eine heilsame Disziplinierungswirkung. Auch die fatalen Folgen der Niedrigzinspolitik für die Sparer in Deutschland werden auf schmerzhafte Weise sichtbar. Altersvorsorgepläne drohen im großen Stil zur Makulatur zu werden - das ist gesellschaftlicher Sprengstoff. Die EZB bewegt sich gefährlich nah an der Grenze der Akzeptanz.

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