27. April 2021
Wirtschaftsrat warnt vor Beschränkung sachgrundloser Befristungen
Wolfgang Steiger: Nur mit Vorfahrt für Arbeit kann die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie wieder durchstarten

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Beschränkung sachgrundloser Befristungen. „Die Corona-Politik hat bereits zu einem alarmierenden Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt, zudem sind viele weitere Arbeitsplätze durch den Dauerlockdown akut gefährdet“, erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. „Gerade nach der Corona-Pandemie muss gelten: Vorfahrt für Arbeit. Niedrige Einstellungshürden sind dabei entscheidend. Das wichtige und bewährte Instrument der sachgrundlosen Befristungen darf deshalb gerade in stürmischen Zeiten nicht noch weiter eingeschränkt werden.“


Aus Sicht des Wirtschaftsrates sprechen die aktuellen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung eine klare Sprache: In der Privatwirtschaft hatten 2019 nur 5,2 Prozent der Angestellten ein befristetes Beschäftigungsverhältnis, im öffentlichen Dienst dagegen 6,9 Prozent. „Dass der Bundesarbeitsminister dennoch gerade dem privaten Sektor Befristungen erschweren möchte, zeigt nur, wie ideologiegetrieben seine Politik ist“, sagt Wolfgang Steiger. „Den Preis dafür zahlen Unternehmer und Arbeitssuchende: Immer strengere arbeitsrechtliche Regeln für die Privatwirtschaft treiben für die Betriebe das Risiko von Neueinstellungen in die Höhe und führen damit zu weniger Stellenausschreibungen. Wer arbeitslos ist, muss somit noch länger suchen.“