26. Januar 2015
Wirtschaftsrats-Lunch zur Erbschaftssteuerreform
Dr. Fechner: „Die Erbschaftssteuer wird nach dem neuesten Urteil des BVerfG vermutlich noch komplizierter und bleibt eine sehr emotionale Steuer!“
Nach dem jüngsten Urteil des BVerfG nutzte die Sektion Mainz/Rheinhessen die Gelegenheit, sich von Dr. Ullrich Fechner, Vorsitzender der Landesfachkommission Haushalt, Steuern und Finanzen, über „Die Erbschaftssteuer nach dem Urteil des BVerfG – Analyse und Ausblick“ zu informieren.
Dr. Ullrich Fechner (links) im Gespräch mit Sektionssprecher Dr. Stephan Kern (Foto: Wirtschaftsrat)

Bei der Erbschaftssteuer, so Dr. Fechner, handele es sich um eine Steuer, bei der Aufwand und Ertrag eigentlich in keinem Verhältnis zueinander stehen. Auch bleibe sie sehr emotional, weil sich an ihr automatisch Streitpunkte wie Generationengerechtigkeit und Verhältnismäßigkeit entwickelten.


Dr. Fechner stellte in groben Zügen die Entwicklung der Erbschaftssteuer bis zum Urteil des BVerfG vom 17. Dezember 2014 dar, erklärte die Leitsätze des Urteils und die sich daraus ergebende Fragestellung und gab einen Überblick über mögliche Lösungsansätze. Der Gesetzgeber, so Dr. Fechner, müsse aufpassen, damit die großen Personenunternehmen im Rahmen der geplanten Reform nicht zu den großen Verlierern würden.


Sektionssprecher Dr. Stephan Kern, der die Teilnehmer,  Neumitglieder und besonders die Mitglieder des Jungen Wirtschaftsrates begrüßte, zeigte sich vom Vortrag von Dr. Fechner beeindruckt: „Dieses komplexe und komplizierte Thema so übersichtlich und einleuchtend darzustellen ist eine große Leistung. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.“ Auch beim anschließenden Lunch wurde weiter über verschiedenste Aspekte des umfassenden Themas intensiv diskutiert.